Das Fackelschwimmen vor dem Kieler Woche Abschlussfeuerwerk an einem regnerischen Tag war nicht besonders einladend. Da hätte man auch vor dem Fernseher ein Fußballspiel der EM ansehen können. Aber über 70 Taucherinnen und Taucher ließen sich davon nicht abhalten. Sie wollten die wartenden Zuschauer an die Kiellinie mit Fackeleinlagen unterhalten und danach in der ersten Reihe das Feuerwerk mit Drohnen- und Lasershow genießen.
Das Fackelschwimmen wird vom Tauchsportlandesverband TLV-SH ausgeschrieben und dieses Jahr von Wolfgang Lass und Norbert Raschkewitz organisiert. Unterstützung gab es von Ronja Sennholt, die für die Ein- und Ausstiegskontrolle zuständig war. Es muss gegenüber der Wasserpolizei bestätigt werden, dass alle Fackelschwimmer das Wasser verlassen haben, bevor das Feuerwerk gestartet wird. Dagmar Hecht verwaltete die Autoschlüssel, da sie ungern mit ins Wasser genommen werden. Norbert Krebs hatte wieder die VDST Flagge mitgebracht und stellte bei Kreisformationen damit den Mittelpunkt dar.
Der Parkplatz vor dem Finanzministerium reichte gut aus, da ein Teil der Fackelschwimmer mit dem Fahrrad ankam. Das Briefing enthielt vom richtigen
Zusammenbau der Fackel bis zum zeitlichen Ablauf alle Infos auch für diejenigen, die das erste Mal dabei waren.
Nach dem Gruppenfoto ging es zur Reventloubrücke, wo die Fackeln entzündet und der Sprung ins kalte Fördewasser zu bestehen war. Es kam darauf an – unter lauten Aufmunterungsrufen der Teilnehmer – mit brennender Fackel den Sprung zu überstehen. Auch unsere jüngsten Teilnehmer schafften es und so konnte die erste Formation im Wasser gebildet werden.
Mit Ansagen von Michel Sturm ging es dann auf die Schwimmstrecke in Richtung GEOMAR. Mit verschiedenen Schwimmformationen wurden die Zuschauer unterhalten. Mit dem Ruf: „Handys an – Lampen an“ konnte Kontakt zu den Besuchern aufgenommen werden und die Lampen und Fackeln wurden im gleichen Takt geschwenkt. Nur bei dem Forschungsschiff ALKOR klappte es nicht mit „Typhon an, Typhon an“ und es blieb ruhig.
Kurz danach erreichten wir den Steg des ASB. Pünktlich um 22.30 Uhr erreichten die ersten Fackelschwimmer den Steg und verließen mit Nummernnennung das Wasser.
Um 23 Uhr wurde dann das Abschlußfeuerwerk gestartet. Neben den Pontons waren diesmal auch der Werft – Portalkran mit in die Gesamtshow einbezogen. So war im Wechsel ständig etwas Neues zu sehen. Die Laser spiegelten sich im künstlichen Nebel, die ca. 200 Drohnen malten Bilder in den Himmel und zwischendurch gab es tolle Feuerwerkseinlagen. Dazu gab es passende Musik aus kraftvollen Boxen.
Bericht und Fotos: Norbert Raschkewitz





